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19.01.2021 | Insight

3 Fragen an... Gabriele Volz, unsere neue CEO

Seit Januar 2021 ist Gabriele Volz Vorsitzende des Vorstands der Commerz Real AG. In dieser Funktion trägt sie die Gesamtverantwortung für unser Unternehmen und unsere Transformation zum digitalen und nachhaltigen Assetmanager. 


Liebe Gabriele, herzlich willkommen in der Commerz Real! Ein herausforderndes Jahr – fest im Griff der Corona-Krise – liegt nun hinter uns. Richten wir gemeinsam den Blick in die Zukunft: Wie ist Deine Einschätzung, was sind Chancen und Hürden für 2021? 

Zunächst wünsche ich uns allen, dass wir bald durch diese Pandemie kommen und eine neue Normalität die Chance hat, sich zu entwickeln. Das Jahr 2021 steht für mich unter der Überschrift des Dialoges und der konstruktiven Auseinandersetzung. Wir haben die Chance, unsere künftige Zusammenarbeit und damit unser berufliches Miteinander neu zu definieren und eine neue Balance zwischen digitalen, hybriden und persönlichen Zusammenkünften zu finden.  

Und wir haben die Chance, unsere Zukunft neu zu gestalten. Eine Herausforderung wird sein, einen klaren Blick auf die kurz-, mittel-, aber insbesondere auch langfristigen Auswirkungen der Pandemie zu bekommen. 2021 wird mehr ein Jahr des Fragens und Analysierens als ein Jahr des Wissens. Dazu zählen Fragen wie „Was hat sich durch die Pandemie verändert, welche Auswirkungen hat dies auf unser Geschäftsmodell, wo gibt es neue Risiken und welche Antworten finden wir darauf?“, aber auch „Welche neue Chancen sehen wir, was macht uns künftig erfolgreich, welche fahrenden Züge passen hierzu noch und wo müssen wir den Fahrplan anpassen?“. Dabei wird wichtig werden, dass wir unsere Kompetenz des Szenario-Denkens ausbauen. In einer Phase in der noch nicht genau absehbar ist, wie sich alles entwickeln wird, müssen wir verschiedene Möglichkeiten durchdenken und uns auf diese vorbereiten. Wir sind gut beraten immer wieder mal den worst case zu durchdenken, damit wir – egal was kommt – rechtzeitig und bestmöglich die Weichen stellen, damit dieser Fall gar nicht erst eintritt.  

Wir haben die große Chance, auch diesmal als einer der relativen Gewinner aus der Krise hervorzugehen. Eines ist sicher: Das Zeitalter der realen und mehr und mehr nachhaltigen Assets geht weiter. 

Dabei wird wichtig werden, dass wir unsere Kompetenz des Szenario-Denkens ausbauen. 


Wir bezeichnen uns gerne als eine Mannschaft und in einer guten Mannschaft hat jeder seine besonderen Qualitäten: Was bringst Du mit?  

Ich bin von Natur aus neugierig und als Steinbock zieht es mich immer wieder auf den Gipfel. Ich habe gerne den Überblick und möchte Verstehen, wie das System ganzheitlich funktioniert. Wohl deshalb liebe ich Managementaufgaben. Gleichzeitig bin ich aber bodenständig und geerdet mit hohem Sinn fürs Machbare. Insgesamt würde ich mich als strategisch denkende, ganzheitlich agierende Führungskraft mit einem guten Gespür für Menschen und Kommunikation bezeichnen. Ich weiß, dass wirklich große Ziele nur in einem vielseitigen, gerne auch querdenkendem Team zu erreichen sind. Und, ich freue mich, wenn ich immer weiter etwas lernen kann. 


Die ersten Tage in einem neuen Unternehmen sind ja meistens geprägt von einer Flut an Eindrücken, vielen spannenden Fragen und unzähligen neuen Namen. Was uns interessiert: Wie startet eigentlich ein CEO in einem neuen Unternehmen? 

Ich hatte ja die Gelegenheit, mich fast ein halbes Jahr auf meine neue Aufgabe vorzubereiten. Zunächst war es für mich nach 26 Jahren in einem Konzern wichtig, das bisherige gut abzuschließen und Abstand zu bekommen, umso leichter ist es sich mit vollem Herzen auf die neue Aufgabe einzulassen. In den letzten zwei Monaten habe ich mich intensiv mit der Commerz Real beschäftigt. Ich habe Unterlagen gesichtet, erste Gespräche mit den Vorständen, mit dem Aufsichtsrat und den Arbeitnehmervertretern geführt und ich habe als „stiller Gast“ an zwei Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Dadurch habe ich einen sehr guten ersten Gesamteindruck erhalten.  

Für mich war wichtig in den zahlreichen Gesprächen neben den Inhalten auch die Historie der Commerz Real zu verstehen. Und dieses Verstehen ist noch nicht zu Ende. Ich werde auch in den berühmten ersten 100 Tagen durch möglichst viele Gespräche über alle Hierarchieebenen hinweg weiter die Kultur, aber auch Sub-Kulturen des Unternehmens aufsaugen und natürlich werde ich in die einzelnen Bereiche inhaltlich tiefer einsteigen. Darüber hinaus habe ich meine freie Zeit genutzt, um mich mit strategischen Fragestellungen zu beschäftigen, insbesondere mit Auswirkungen der Pandemie auf den Immobilienmarkt, dem immer wichtiger werdenden Thema ESG und Impact Investments, aber auch zu Leadership- und Kommunikationsthemen. Wir müssen lernen, wie man in einer digitalen und hybriden Welt künftig führt, Mitarbeiter motiviert und mobilisiert und wie wir effektiv miteinander kommunizieren. Last but not least: Ich habe mir viel Gutes getan, um möglichst relaxed und mit vollem Akku in eine neue, für mich sehr spannende Aufgabe zu starten.  


Zum Abschluss haben wir noch eine prickelnde Frage (auch, wenn es die vierte ist ;-)): Wiesbaden, gelegen inmitten des schönen Rheingaus, hat selbstredend viele Vorzüge. Aber wo trifft man Dich zum Sonntagspaziergang nun eher an: In der idyllischen Hanglage der Weinberge oder doch im romantischen Hopfengarten?  

Die Frage macht mich ehrlich gesagt neugierig. Ich kenne den Rheingau noch gar nicht. Als Schwäbin und seit 25 Jahren in München lebend zog es mich bislang mehr in den Süden. Ich freue mich darauf die Frage im nächsten Jahr zu beantworten. 


Vielen Dank, Gabriele! 

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