10.06.2010 13:00 Alter: 89 days
Commerz Real fokussiert sich noch stärker auf Commerzbank-Kunden

Die Commerz Real wird ihre Anlageprodukte für private und institutionelle Investoren sowie das breite Spektrum von Leasing- und Finanzierungslösungen künftig stärker an den Bedürfnissen der Commerzbank-Kunden ausrichten. Sie fokussiert sich damit – unter Aufrechterhaltung ihrer Aktivitäten im Drittvertrieb – auf ihre Funktion als Produktlieferant für das Privat- und Firmenkundengeschäft des Konzerns. Dies ist das zentrale Ergebnis eines Strategieprozesses, den die Commerz Real AG, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Commerzbank, im Herbst 2009 unter Führung ihres neuen Vorstandssprechers Michael Bücker gestartet hatte.    

„Angesichts besonderer Herausforderungen in den für die Commerz Real relevanten Märkten und der Notwendigkeit einer Positionierung innerhalb des sich neu ausrichtenden Commerzbank-Konzerns bestand Handlungsbedarf. Dabei haben wir geprüft, inwieweit eine nachhaltig erfolgreiche Geschäftspolitik Anpassungen in der Aufstellung der Commerz Real erfordert,“

sagt Michael Bücker.

„Wir verfügen über eine hervorragende Expertise und exzellente Produkte, die wir über eine engere geschäftliche Verzahnung mit der Commerzbank noch zielgerichteter und auf einer breiteren Kundenbasis weiterentwickeln können.“

Auch Jochen Klösges, Mitglied des Vorstands der Commerzbank AG, bekräftigt die Absicht einer stärkeren Kooperation.

„Die Commerz Real ist für uns ein wichtiger Konzerndienstleister. Mit ihrer künftigen Fokussierung vor dem Hintergrund der Roadmap 2012 wurden die Voraussetzungen für eine noch umfassendere und zugleich effizientere Zusammenarbeit geschaffen.“

Anlageprodukte: Verbreiterung der Produktpalette
Der Offene Immobilienfonds ist auch weiterhin eine tragende Säule im Bereich der Anlageprodukte. hausInvest ist bei den Anlegern etabliert und wird als Basisinvestment auch in Zukunft eine wichtige Rolle im Fondsangebot für das Privatkundengeschäft spielen. Sowohl über Spezialfonds als auch über KG-Lösungen soll künftig verstärkt die Zielgruppe der Großanleger erschlossen werden. Zahlreiche Studien belegen, dass institutionelle Investoren ein weiter wachsendes Interesse an der Auslagerung von Immobilienbeständen bzw. an indirekten Immobilieninvestitionen zeigen. Vor diesem Hintergrund ist eine deutlich engere Zusammenarbeit mit der Mittelstandsbank und dem Investmentbanking der Commerzbank geplant. Bei den Geschlossenen CFB-Fonds – die Commerz Real hat in diesem Anlagesegment bislang mehr als 170 Produkte aufgelegt – soll der Fokus künftig auf die Assetklassen Immobilien und regenerative Energien, selektiv auch auf Flugzeuge gerichtet werden.

Finanzierungs- und Leasingprodukte: Unverzichtbares Angebot für Kunden der Mittelstandsbank
Eine sinnvolle Ergänzung des Angebots für Kunden der Mittelstands- und Investmentbank stellen die vielfältigen Finanzierungs- und Leasingprodukte aus den Leistungsbereichen Structured Investments und Mobilienleasing dar. Um die Kooperation nachhaltig zu stärken, wird derzeit geprüft, inwieweit vor dem Hintergrund der dezentralen Vertriebsorganisation der Commerz Real an einigen Standorten Möglichkeiten einer räumlichen Zusammenführung mit Vertriebseinheiten der Commerzbank bestehen.

Prüfung der Abspaltung von Randaktivitäten
In der Prüfung befindet sich derzeit auch die Trennung von einigen nicht strategischen Randaktivitäten.

„Wir wollen das Leistungsprofil der Commerz Real schärfen und den Fokus auf die Weiterentwicklung unserer Kernkompetenzen richten“,

erläutert Michael Bücker.

„Das bedeutet einerseits, dass wir unsere Leistungen künftig stärker an den Bedürfnissen der Commerzbank ausrichten wollen, andererseits denken wir auch darüber nach, einzelne Aktivitäten mit eingeschränktem oder ineffizientem Marktzugang aufzugeben."

Kapazitätsanpassungen geplant
Begleitet wird die künftige Ausrichtung der Commerz Real durch Maßnahmen zur Optimierung der Aufbau- und Ablauforganisation. Ziel ist dabei, die Effizienz von Strukturen und Prozessen zu steigern, Entscheidungswege zu verkürzen sowie zentrale Steuerungseinheiten für die gesamte Commerz Real Gruppe zu schaffen. Dies wird in einigen Bereichen punktuell zu einem Aufbau von Kapazitäten führen, insgesamt ist mit der Aufgabe von Randaktivitäten und der Straffung der Organisation jedoch ein moderater Stellenabbau verbunden. Die Detailplanung und Umsetzung der Maßnahmen erfolgt vorbehaltlich der Beratungen mit den Arbeitnehmervertretungsgremien nach dem Betriebsverfassungsgesetz. Diese sollen voraussichtlich im Herbst abgeschlossen sein.

Beibehaltung der Hauptstandorte Düsseldorf und Wiesbaden
An den Hauptstandorten Düsseldorf und Wiesbaden wird die Commerz Real jedoch festhalten.

„Im Rahmen unserer Analyse haben wir keine spezifischen Vorzüge identifiziert, die für eine vollständige geografische Zusammenführung der Aktivitäten sprechen“,

sagt Michael Bücker.

„Einen Aufholbedarf sehen wir bei der Realisierung von Synergie- und Einsparpotenzialen. Vor diesem Hintergrund erforderliche Anpassungen in den Personalkapazitäten sind die schwersten Entscheidungen, die in solchen Prozessen zu treffen sind. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretungsgremien zu fairen und einvernehmlichen Lösungen gelangen werden.“


Dateien:
cr_pm_neuausrichtung.pdf156 K